"Nacht der Sterne" - Abschlussfeier 2017

Unter dem Motto „Nacht der Sterne“ hat die Michel-Buck-Gemeinschaftsschule Ertingen 39 Schüler mit der Mittleren Reife und zwölf Schüler mit dem Hauptschulabschluss in einen neuen Lebensabschnitt entlassen. Den Michel-Buck-Preis überreichte Bürgermeister Jürgen Köhler an Saskia Buck, Marcel Wahl erhielt den Unternehmerpreis 2017 von Armin Reck vom Bund der Selbstständigen Ertingen.

Die Freude darüber, dass alle bestanden haben, konnte man den Schülern förmlich ansehen. Chic gekleidet und mit einem Strahlen im Gesicht präsentierten sie sich bei einem ansprechenden dreistündigen Programm. Leonie Schneider und Benedikt Schärmer führten dabei souverän durch den Abend, zu dem auch eine Vielzahl von Eltern, Geschwistern und Verwandten erschienen waren.

68 Prozent der Schüler beginnen eine Berufsausbildung, 32 Prozent besuchen ein berufliches Gymnasium oder eine weiterführende Schule. Saskia Buck, Leonie Schneider und Marcel Wahl sind mit einem Notendurchschnitt von 1,2 die Jahrgangsbesten.

Den besinnlichen Auftakt plante Andrea Hoffmann mit ihren Schülern aus dem Fach Religion. Grundlage dafür war der Film von Regisseur Rob Reiner „Das Beste kommt zum Schluss“. Mit in die Tiefe gehenden Gedanken, wodurch ein Leben zu einem gelungenen Leben wird und wie man trotz der vielen Einflüsse den richtigen Weg findet, beendete Kenneth Heier mit einem selbst geschriebenen und komponierten Lied diesen Teil des Abends.

Nach dem Essen folgte das offizielle Programm, wobei das Moderatoren-Team Leonie Schneider (Schülersprecherin, 10b) und Benedikt Schärmer (10b) das Wort ergriffen. „Wir haben uns alle Ziele gesetzt. Und alle haben ihr Ziel erreicht. Darauf können wir richtig stolz sein.“ So brachte es Leonie Schneider auf den Punkt.

„Die Sterne lauter Noten. Der Himmel die Partitur. Der Mensch das Instrument.“ Dieses Zitat von Christian Morgenstern, das auf der Einladungskarte stand, verbanden die beiden Schüler mit ihrer Schulzeit. Dabei interpretierten sie die Sterne mit dem vielfältigen Wissen, welches sie sich während ihrer Schulzeit aneigneten. Manche Sterne funkelten von vorne herein hell, weil Talente mitgebracht wurden. Andere leuchteten noch nicht ganz so hell und mussten erst entdeckt werden. All diese Sterne aber haben Licht ins Dunkel gebracht. Die Partitur wurde mit der Abschlussprüfung verknüpft, die durch die Wahl der Instrumente zu einem individuellen Erlebnis wird. Eine Partitur wird allerdings erst dann gut, wenn alle Mitspieler aufeinander hören und die Spielregeln beachten und ein Geist des Zusammenspiels wirken kann. Ergänzt wurde es mit dem eigenen Zusatz: „Die Lehrer die Dirigenten“, da diese zuständig waren, die Sterne zu erschließen und dabei den Takt angaben, um das Ziel gut zu erreichen.

„Heute feiern wir die Partitur, wie wir sie erfahren, gelernt und geübt haben“, so das Fazit von Benedikt Schärmer. Die Schüler bedankten sich bei all ihren Lehrern, insbesondere ihren Klassenlehrerinnen Beatrice Gantert und Margrit Blessing (Klasse 10) sowie Verena Schmitt und Thomas Stegmüller (Klasse 9) für deren Kraft, Ausdauer und Geduld, die sie während der Schulzeit aufbrachten.

Auch Bürgermeister Köhler sprach zu den Abschlussschülern. Er gratulierte ihnen und dem Lehrerkollegium zum bestandenen Etappenziel. „Das Lernen geht aber das ganze Leben lang weiter“, so der Bürgermeister.

Die Elternbeiratsvorsitzende würdigte ebenfalls die Leistungen der Schüler und dankte besonders auch den Eltern und den Elternvertretern für ihre zum Teil langjährige engagierte Mitarbeit im Elternbeirat. Als wertschätzende Geste bekamen die Elternvertreter einen schönen Blumenstrauß.

In der Verabschiedungsfeier würdigte Schulleiter Markus Geiselhart all das, was die Schüler in den vergangenen Jahren an der Schule geleistet haben: „Es ist ein ganz besonders starker Jahrgang gewesen.“ Er gratulierte den Eltern zu diesen Kindern: „Ihre Kinder sind Sterne, die auch am Tag leuchten“, so der Schulleiter. Zu den Schülern wandte er sich mit der Bitte: „Eure Eltern sind die Polarsterne in eurem Leben. Sterne stehen auch für Schutz und Begleitung.“ Den Abschluss seiner Rede bildete der Rat: „Verliert nie den Blick nach oben. Richtet euch stets nach oben hin aus. Zudem bringt das Betrachten des Sternenhimmels Entspannung und beflügelt die Fantasie“.

Neben den eingeübten Programmpunkten, wie dem Vortrag des Michel–Buck-Gedichts „Der Ochsabua“ durch Saskia Buck und Leonard Cohens „Hallelujah“, das Gina Rizza, Kenneth Heier und Robin Kuchelmeister vortrugen, der Sterneverleihung für die Lehrer und einem Lied der Neuntklässler unterstützte die Schulband unter der Leitung von Michael Haag die Feier. Ein glitzernder Konfettiregen setzte den Schlusspunkt des gelungenen Abends.

Michel-Buck-Gemeinschaftsschule