Dialekte sind weit mehr als nur eine besondere Art zu sprechen. Sie stiften Identität, vermitteln Heimatverbundenheit und schaffen Gemeinschaft. Gerade für Kinder können sie zudem eine wertvolle Brücke zwischen der Standardsprache und weiteren Sprachen sein. Um die schwäbische Mundart lebendig erlebbar zu machen, fand am Montag, 22. Juni 2026, an der Michel-Buck-Gemeinschaftsschule eine besondere Veranstaltung für die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen statt.
Zu Gast war der vielseitige Künstler und Musiker Jo Brösele, der die Kinder mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungs- und Mitmachprogramm in die Welt des Schwäbischen eintauchen ließ.
Gemeinsam sammelten die Kinder zunächst typische schwäbische Begriffe und überlegten, was für sie das Schwäbische eigentlich ausmacht. Anschließend zeigte Jo Brösele auf humorvolle Weise den sprichwörtlichen schwäbischen Erfindergeist. Besonders viel Gelächter löste dabei die eigens erfundene olympische Disziplin „An de Zeha feschthalta ond hüpfa“ aus. Mehrere Kinder durften sich selbst daran versuchen und sorgten mit ihren mutigen Versuchen für große Begeisterung im Publikum.
Ein weiterer Höhepunkt war die szenische Darstellung der bekannten Geschichte der „Sieben Schwaben“. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler schlüpften in unterschiedliche Rollen – vom Allgäuer über den Gelbfüßler bis hin zum Seehas – und wurden mit passenden Kostümen ausgestattet. Jedes Mal, wenn ihre Figur in der Geschichte erwähnt wurde, gaben sie den zuvor eingeübten Laut ihrer Rolle von sich. So entstand eine lebendige und äußerst unterhaltsame Aufführung.
Auch die Musik durfte nicht fehlen. Mit seiner Ukulele begleitete Jo Brösele ein schwäbisches Lied übers Spätzlemachen. Den Refrain, gesungen zur bekannten Melodie von „Those Were the Days“, übten die Kinder zunächst gemeinsam ein und sangen ihn anschließend voller Freude und mit großer Lautstärke mit.
Zum Abschluss verabschiedete sich Jo Brösele von jedem einzelnen Kind persönlich mit einem Handschlag – ein herzlicher Ausklang einer rundum gelungenen Veranstaltung.
Mit viel Humor, Charme und einer ansteckenden Begeisterung gelang es Jo Brösele, die schwäbische Mundart lebendig werden zu lassen. Die Schülerinnen und Schüler machten begeistert mit und wurden selbst zu einem wichtigen Teil der Aufführung, was eindrucksvoll zeigte, wie lebendig und unterhaltsam Heimat, Sprache und Kultur vermittelt werden können – und das alles auf Schwäbisch.